Versicherungen für Kinder schon ab der Geburt
Mit der Geburt eines Kindes fängt nicht nur für den Säugling selber ein neues Leben an, sondern auch für seine Eltern. Der Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt bringt viel Freude und Glück mit sich, aber auch ein großes Maß an Verantwortung. Um sein Kind so gut es geht zu versorgen, reicht unendliche Liebe alleine leider nicht aus. Grundlegende Dinge wie ein schönes Zuhause und die Versorgung sind selbstverständlich, Versicherungen für Kinder leider nicht. Dabei ist schon der Zeitpunkt der Geburt ein wichtiger Anlass die elementarsten Versicherungen für sein Kind abzuschließen.
An erster Stelle stehen natürlich Versicherungen, die der Gesundheit des Kindes dienen. Als Basisschutz ist hier die Vollkrankenversicherung zu nennen. In Deutschland ist es so, dass jeder, der hier lebt, seit dem 01. Januar 2009 auch eine Krankenversicherung braucht, Neugeborene eingeschlossen. Sind die Eltern (oder auch nur ein Elternteil) Mitlied bei gesetzlichen Versicherungen, ist das Kind automatisch mitversichert. Handelt es sich um zwei verschiedene Versicherungen, muss man sich entscheiden über wen das Kind versichert werden soll. Ist ein Partner nicht berufstätig und ist ohnehin beim Ehepartner mitversichert, erübrigt sich diese Entscheidung. Jedes Kind ist solange mitversichert, bis es heiratet, ins Berufsleben eintritt oder als Student sein 25. Lebensjahr erreicht. Wer Zivil- oder Wehrdienst leistet, ist bis zum Ende des Dienstzeitraumes familienversichert.
Vollkommen anders ist die Situation, wenn beide Partner bei privaten Versicherungen versichert sind, denn hier gibt es keine Familienversicherungen. Bei privaten
Versicherungen muss jedes Mitglied der Familie einzeln versichert werden. So muss man auch für jedes Kind einen eigenen Tarif vereinbaren, der aber natürlich günstiger ist, als Versicherungstarife für Erwachsene. Ein Vorteil sein Kind schon früh privat zu versichern besteht darin, dass es keine Wartezeiten oder Gesundheitsprüfungen gibt. Eine Ablehnung kann daher nicht erfolgen und eine umfangreiche medizinische Versorgung ist gewährleistet. Man sollte sein Kind innerhalb von zwei Wochen bei der Privatversicherung anmelden, am besten jedoch so schnell wie möglich.
Ist ein Kind bei keiner Privatversicherung versichert, muss man dennoch nicht auf den Schutz durch eine private Versicherung verzichten, denn auch schon für die Kleinsten gibt es bei Versicherungen nützliche Zusatztarife. Ein Versicherungstarif, der sich schon ganz früh lohnt, ist der Krankenhaustarif für Kinder, der bei vielen Versicherungen nicht mehr als vier oder fünf Euro im Monat kostet. So eine Versicherung sichert bei einem stationären Krankenhausaufenthalt ein Ein- oder Zweibettzimmer wie auch die Behandlung durch den Chefarzt, denn man möchte sein Kind stets in den besten Händen wissen. Kommt es zu einem Aufenthalt im Krankenhaus und man verzichtet auf diese Leistungen, ist es bei einigen Versicherungen üblich, dass man ersatzweise ein Krankenhaustagegeld bekommt und das für jeden Tag, den das Kind stationär in der Klinik verbleiben musste. Die Höhe dieses Krankenhaustagegeldes ist im Vertrag festgeschrieben und kann nicht verändert werden. Die genaue Summe kann man dem Versicherungsvertrag entnehmen.
Viele Eltern und Großeltern, aber auch Tanten und andere Verwandte schließen für Neugeborene Versicherungen für die Finanzierung der Ausbildung ab. Solche Ausbildungsversicherungen lohnen sich aber meistens nicht. Besser eignet sich da ein gewöhnlicher Sparvertrag oder ein Bausparvertrag, der bei einem günstigen Zinskurs eine gute Anlagenmöglichkeit ist. Für Kinder schon eine Altersvorsorge in Form einer privaten Rentenversicherung abzuschließen ist nicht empfehlenswert, obwohl noch einige Versicherungen diese Möglichkeit anpreisen. Bevor man jedoch Geld für ein Kind anlegen möchte, sollte man sich über die verschiedenen Möglichkeiten gut informieren.